Republik Kongo
Geographische Lage:
Die Republik Kongo liegt in Zentralafrika, hat einen Streifen Atlantikküste, der Äquator durchzieht das Landesinnere. Zu den Nachbarländern gehören: Gabun im Westen; Kamerun und die Zentralafrikanische Republik im Norden; die Demokratische Republik Kongo im Osten und Angola im Südosten. Brazzaville ist die Hauptstadt und liegt 500 km von der Atlantikküste entfernt am Fluss Kongo. Die Republik Kongo umfasst 342.000 km² an Fläche.
Nationale Historie:
Als ehemals französische Kolonie erlangte die Republik Kongo in 1960 ihre Unabhängigkeit. Es folgte eine 25 Jahre währende Unruhephase voller politischer Experimente mit marxistischen Elementen, welche erst in 1990 endeten. Freie Wahlen führten zu einer demokratischen Regierungsform im Jahre 1992. Ein kurzer Bürgerkrieg in 1997 endete in einem Coup und der ehemalige Marxist Sassou-Nguesso ernannte sich zum neuen Präsidenten. Erst seit 2003 herrscht ein Waffenstillstand.
Klima, Natur:
Feuchtheißes Klima herrscht das ganze Jahr über vor, eine kurze Trockenphase währt jeweils von Juli bis Oktober. Die Regenzeit hat ihre niederschlagsträchtigste Phase von April bis Juni. Das Land weist an der Küste einen Streifen Flachland auf, diesem folgen zwei Tiefebenen, welche durch ein Hochplateu getrennt sind. Umfangreiche Mangrovensümpfe und tropischer Regenwald stellen die vorwiegend anzutreffenden Vegetationsspektren dar.
Bevölkerung und Kultur:
Die 4 Millionen Kongolesen leben vorwiegend in Brazzaville und entlang der Eisenbahnroute zum Küstenort Pointe Noire. Die Lebenserwartung ist mit durchschnittlich 54 Jahren als gering einzustufen, die Bewohner sind in etwas zur Häfte Christen und zur andern Hälfte Anhänger animistischer Naturreligionen. Die Amtssprache ist Französisch. Der statistische Durchnittsbürger hat ein Alter von unter 16 Jahren.
Ureinwohner des Landes waren Pygmäen, großwüchsige Bantu-Stämme wanderten aber ein und brachten das Land unter ihre Kontrolle. Die urtümliche, animistische Pygmäenkultur gilt als untergegangen.
Wirtschaft und Infrastruktur:
Der Ölexport ist der wichtigste Wirtschaftszweig. Erdgasvorkommen sind ebenfalls vorhanden, werden aber nur teilweise genutzt.
Die Holzindustrie des Landes, verantwortlich für umfangreiche Kahlschläge und Entwaldungen im Landesinnern ist auch ein wichtiger Exportartikel. Zucker, Reis, Mais, Tapioca, Kaffee und Kakao gehören zu den landwirtschaftlichen Exportgütern, der Handel mit Rohdiamanten aus der Republik Kongo unterlag lange internationalen Sanktionen.
Touristik und Fremdenverkehr:
Der in den 90er Jahren aufblühende Tourismus im Lande (Gorillas), wurde von den Unruhen und Kriegen zu einem völligen Stillstand gebracht, ein zaghafter Neustart erfolgte seit 2006.