Hotels statt kleiner Lehmhütten
Nicht selten sehen viele Europäer beim Gedanken an den Kongo erst einmal Lehmhütten vor dem geistigen Auge. Die Republik Kongo und Afrika generell wecken bei einigen Menschen noch immer den Gedanken an Rückständigkeit. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Vorurteil, das durch einen genauen Blick auf die Region in Frage gestellt wird.
Luxushotels für Urlaub und Business im Kongo
Auch im Kongo gibt es große Hotels, die für ihre Besucher so einige Annehmlichkeiten bieten. Diese Orte sind nicht allein als Urlaubsziel gedacht, sondern auch auf Business-Treffen ausgelegt. Vielerorts kann man vielleicht nicht den europäischen Standard erwarten, aber Flipcharts für die einzelnen Programmpunkte eines Kongresses sind meist vorhanden. Wer nun denkt, auch Flipcharts wären in Zeiten von Powerpoint und Overheadprojektor veraltet, der möge nur daran denken, dass sie auch bei Stromausfällen einwandfrei funktionieren und dennoch modern und praktisch sind. Ja vielleicht können einem die Mitarbeiter in manchen Hotels sogar noch einige Flipchart Tipps geben.
Für die Urlauber gibt es Pools, einheimische und an internationale Geschmäcker angepasste Mahlzeiten und noch weitere Annehmlichkeiten, die den Hotelaufenthalt weniger unkomfortabel gestalten, als man vielleicht denkt. Dennoch sollte man als Urlauber aber auch daran denken, dass man nicht in die Republik Kongo reist, um dann in seinem Hotel zu bleiben, schließlich gilt es Land und Leute kennenzulernen. Eine Gelegenheit, die auch der Geschäftsmann ergreifen sollte, wenn sie sich im Tagungsablauf bietet.
Die Bildung in der Republik
Lesen und Schreiben ist innerhalb der Republik keine Seltenheit und besonders die männlichen Einwohner sind diesbezüglich unterrichtet. In der Theorie ist die Schulbildung für Schüler, die jünger als 16 Jahre sind, zwar gebührenfrei, dennoch fallen in der Praxis auch Kosten für die Jüngeren an. In der Republik wird an vier Universitäten studiert, die Amtssprache Französisch herrscht auch in den Bildungseinrichtungen vor.
Selbstverständlich gibt es auch in der Region noch kleine Lehmhütten, Armut und Probleme in Bezug auf Hunger und Krankheiten. Aber dennoch ist auch eine positive Entwicklung festzustellen. Seitdem 2006 ein Wiederanstieg des Tourismus begann, der zuvor durch Kriege und Unruhen zum Stillstand gekommen war, wird der Kongo als Reiseziel für Urlauber und Geschäftsleute zunehmend interessanter. Diese Entwicklung kommt wiederum der weiteren Entwicklung der Republik zugute. Das Ende der Bürgerkriegswirren bot außerdem die Voraussetzung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung, die durch das 780 Mio. € umfassende Wiederaufbauprogramm der Regierung angeschoben wurde. Leider muss festgehalten werden, dass es der Republik Kongo nicht unbedingt hilft, dass sie in den Medien häufig neben der benachbarten Demokratischen Republik Kongo vernachlässigt wird.